San José – Eine kleine Einführung

San José, die Hauptstadt Costa Ricas, ist erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts explosionsartig zu einer Großstadt herangewachsen und das mit allen Vor- und Nachteilen, die wachsende Industrialisierung und Globalisierung so mit sich bringen. Vor nicht allzu langer Zeit war San José durch den Kaffeeanbau hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt und hatte einen beinahe dörflichen Charakter. In den letzten 60 Jahren hat sich die Einwohnerzahl allerdings auf heute etwa 340.000 beinahe vervierfacht, die Stadt ist Costa Ricas wahres Zentrum für Politik, Wirtschaft und Bildung geworden. Der Verkehr in den Straßen steht niemals still, fast immer hängt eine Dunstglocke über der Stadt.

Durch San José verläuft die Panamericana, die legendäre Straßenverbindung über den gesamten amerikanischen Kontinent von Alaska im Norden bis Feuerland im Süden. Sehenswürdigkeiten in San José sind beispielsweise das Ende des 19. Jahrhunderts fertiggestellte Nationaltheater („Teatro Nacional“). Das Gebäude gilt allgemein als das schönste der ganzen Stadt. Es lässt sich natürlich nicht nur von außen bewundern, denn im Nationaltheater finden auch heute regelmäßig Konzerte, Opernaufführungen und Theatervorstellungen statt. Einen großartigen Anblick bieten das Museo del Oro Precolombino, das Goldschmuck aus der präkolumbianischen Zeit ausstellt, sowie das Jademuseum, das die größte Sammlung amerikanischer Jadeskulpturen beheimatet. Im Nationalmuseum (Museo Nacional) erfahren Besucher anschaulich, anhand von teilweise weit in der Geschichte zurückreichenden Ausstellungsstücken, näheres zur Geschichte Costa Ricas. Archäologische Funde sind im Nationalmuseum ebenso ausgestellt wie historische Kleidung, Möbel und Kunst.

Reges Treiben herrscht täglich auf dem größten Markt von San José. Auf dem Mercado Central findet der Besucher allerlei interessantes und nützliches. Wenn man vom Bummel hungrig ist, findet sich ganz bestimmt auch ein Marktstand, der zu günstigen Preisen von Obst und Gemüse über Backwaren bis hin zu warmem Essen oder Eiscreme genau das richtige für den jeweiligen Appetit anbietet. Für den Markt gilt für Touristen das gleiche wie sonst auch in San José und überhaupt an den meisten Orten, an denen viele Touristen zusammen kommen: Vorsicht vor Taschendieben. Das Armutsgefälle in San José ist recht groß und viele Menschen aus den Slums am Rande der Stadt sehen keine andere Möglichkeit als sich mit Kleinkriminalität über Wasser zu halten. San José ist zwar nicht gefährlich für Touristen, aber ein wachsames Auge auf die eigenen Habseligkeiten ist angeraten. Kleiner Tipp: nettes kleines, familiäres Hotel bei San Jose in Santa Ana.